Lukullinos Ratgeber Küche


Lebensmittel richtig aufbewahren. Kartoffeln sollten z.B. kühl und dunkel gelagert werden.Tipps, Tricks und Neuigkeiten aus der Welt des Kochens

Eine alte Küchenweisheit lautet: Wer die Hitze nicht verträgt, sollte nicht in der Küche arbeiten. Das stimmt heute nicht mehr so ganz, da es z. B. in Sterneküchen des 21. Jarhunderts eher zu kalt als zu warm ist. Moderne Kühl- und Klimatechnik macht's möglich.

Beim Lukullino Ratgeber Küche geht es aber mehr um die richtigen Temperaturen bei der Lagerung von unterschiedlichen Lebensmitteln. Wir stellen die handwerklichen Tricks der erfahrenen Profis vor, von denen man so natürlich so manches lernen kann. Oder wir berichten über besondere Eigenschaften von Nahrungsmitteln und stellen einzelne interessante und/oder neue Küchengeräte vor. Die Themen sind breit gefächert.

Was muss ich tun, um meine neue Bratpfanne richtig einzuweihen? Wie lagere ich Tomaten und Äpfel am besten? Warum darf ich mit einem feuchten Geschirrtuch kein heißes Blech aus dem Ofen holen. Lukullino möchte damit ein nützlicher Ratgeber sein, Know how weitergeben, Interessantes in der Welt des Kochens und Genießens entdecken und darüber berichten.

Beim Kochen ist es doch wie bei vielen anderen Tätigkeiten auch: Je besser man es kann, desto mehr Spaß macht es. Und schließlich kosten Küchenausstattungen und Lebensmittel Geld. Da ist es doch schade, wenn man etwas kauft und es sich dann unnötig schwer damit macht, weil das eine oder andere nicht berücksichtigt wird. Kleine Helfer, Tipps und Tricks können zum handwerklichen Gelingen ebenso beitragen wie die zusätzliche Prise Salz aus der Suppe erst den perfekten Genuss macht.

 


Was tun, wenn die Petersilienwurzeln aus sind?

"Aus" ist hier natürlich rein einkaufstechnisch zu verstehen. Wurzeln gehen ja nicht aus, ins Kino oder ins Hallenbad. Und wenn sie könnten, dann höchstens mal ins Restaurant. Im Ernst, gibt es im Laden Ihres Vetrauens, wie man so schön sagt, mal keine Petersilienwurzeln mehr, nehmen Sie einfach Pastinaken. Das sind ihre größeren Verwandten. Sie schmecken etwa süßlicher und milder, sind aber ansonsten für Suppen und Saucen, Pürrees oder als Beilage ebenso gut zu verwenden.

 


Große oder kleine Kapern?

Zugegeben, es gibt wichtigere Fragen im Leben und nicht nur in dem eines Kochs. Trotzdem hier die Antwort. Kleine Kapern sind fester und würziger. Nächste Frage: In Salz oder in Öl? In Salz sind sie, oh Wunder, sehr salzig. Man kann sie in ein feines Sieb geben und kurz unter kalten Wasser abspülen, oder in eine Tasse mit kalten Wasser geben und darin ein paar Minuten das Salz verlieren lassen, indem es sich im Wasser auflöst. Das Wasser dann abgießen und die Kapern weiter verwenden. Hat man Kapern in Öl, sprich Olivenöl und vorzugswesie aus dem Bioladen, ist das Entsalzen nicht nötig. Das Öl ablaufen lassen, und die Kapern sind fertig für ihren weiteren kulinarischen Weg.

 


Warum Fischfilet, z. B. vom Skrei, mit Haut kaufen:

Der Skrei kommt, deshalb zur Erinnerung ein kleiner Einkaufstipp: Filets kauft man am besten immer mit der Haut. Die schützt das zarte Fleisch vor dem Austrocknen und hält ihn so länger frsich. Also den Fisch erst zu Hause mit Küchenpapier kurz abtrocknen und dann direkt vor der Zubereitung von der Haut befreien. Ein scharfes Messer und etwas Fingerspitzengefühl genügen. Man setzt das Messer waagerecht an der Kante zwischen Filet und Haut an, macht einen kleinen Schnitt genau über der Haut in Richtung Filet und und hält dann mit den Fingerspitzen die Haut auf die Unterlage gedrückt fest, um das Messer weiter unter das Filet zu schieben, bis es ganz von der Haut getrennt ist. Alles klar?

 


Wo Haselnüsse nicht ranzig werden:

Jetzt ist wieder die Zeit der Nüsse angebrochen. Leider sind vor allem die beliebten Haselnüsse ziemlich teuer geworden. Da nutzt doch jeder gerne ein Schnäppchenangebot. Also kauft man mehr, als sich in kurzer Zeit verbrauchen lässt. Wohin mit dem Rest, und vor allem, wie sorgt man dafür, dass sie in der warmen Wohnung nicht ranzig werden? Im Tiefkühler! Offene, angebrochene Packungen einfrieren und gut ist.

 


Einen schönen runden Kürbis aufschneiden, ohne die Finger zu verletzen:

Alles was rund ist, rollt gerne mal weg. Der Kürbis lässt sich daran hindern, indem man erst mal eine dünne Scheibe von der Unterseite abschneidet. Dann liegt das gute Stück sicher und fest auf dem Schneidebrett und lässt sich wunderbar in Stücke teilen.

 


Farbe an die Hühnerbrühe bringen, aber wie?

Ganz einfach: Eine Hand voll braune Zwiebelschalen mitkochen. Und hinterher beim Abgießen der Brühe durch ein Sieb wieder entfernen. Manchmal kann es so einfach sein.

 


Wie man mit nur zwei Händen eine Tasse Wasser auffängt beim Nudeln abgießen.

Mit der einen Hand hält man den Topf, vorausgesetzt es ist ein Stiltopf. Mit der zweiten Hand hält man das Sieb, mit der dritten Hand hält man die Tasse unter das Sieb. Ach so ja, drei von zwei Deutschen können nicht richtig zählen und rechnen. Noch mal von vorn. Man stellt die Tasse vorher in das Spülbecken, legt das Sieb darauf und nimmt dann erst den Topf vom Herd, um das Nudel-Wasser in das Sieb über der Tasse zu gießen. Schon hat man die Nudeln abgegossen und gleichzeitig eine Tasse Nudelwasser aufgefangen. Warum das Ganze eigentlich? Weil die Nudeln ja anschließend wieder in den Topf kommen, mit etwas Öl oder Butter zum Beispiel. Das Nudelwasser (bei zwei Portionen reicht eine knappe halbe Tasse) sorgt dabei dafür, dass sie feucht glänzend werden und nicht an einander kleben. Wichtig ist nur, dass man eher wenig als zuviel Waser zugibt und die Nudeln im Topf bewegt, damit sie das Wasser komplett aufsaugen.

 


Vorsicht mit feuchten Tüchern und heißen Sachen!

Kennt man ja, schnell noch das eine oder andere Teil von Hand spülen und abtrocken, der Kuchen braucht ja noch ein paar Minuten. Und dann hat man das Tuch ja auch schon zur Hand, um die Kuchenform aus Ofen zu nehmen. Und: Aua, heiß. Warum? Weil das feuchte Tuch die Hitze blitzschnell weiterleitet. In diesem Fall an die Hände. Aber man kann ja aus Erfahrung lernen.

 


Tomaten häuten leicht gemacht

Alle sagen ja immer, man soll Tomaten vor dem Überbrühen kreuzwesie einschneiden und zwar auf der Unterseite, gegenüber dem Stilansatz. Ich habe festgestellt, dass man auch den Stilansatz selbst herausschneiden kann, das reicht. Er muss nach dem Bad im kochend heißen Wasser beim Häuten sowieso entfernt werden. Warum also nicht gleich.

 


Brot im Backofen rösten

Wenn der Toaster mal in Urlaub ist, geht Brot rösten auch prima im Backofen: Ofen mit Ober- und Unterhitze auf 200 Grad vorheizen, die Brotscheiben auf mittlerer Höhe auf einen Rost legen, Ofen schließen und kurz abwarten, bis die Scheiben knusprig leicht gebräunt sind. Erstens dabei nicht telefonieren oder fernsehen, gibt leicht etwas Ähnliches wie Holzkohle in Scheiben und zweitens keine Umluft, die trocknet das Brot zu sehr aus.

 


Die bessere Alternative(n) zur Knoblauchpresse

Knoblauchpressen lassen sich bekanntlich nicht gut spülen und sie kunktionieren auch nicht wirklich gut, wenn man einen feinen Knoblauchbrei erzielen will. Einfacher geht es mit dem Kochmesser und etwas Salz: Geschälte Knoblauchzehe, (Kenner machen auch das schon mit dem Kochmesser, indem sie die Zehe samt Schale auf das Holzbrett legen, darauf die flache Seite des Kochmessers und dann mit dem Handballen oder Daumen mit einem kräftigen Druck die Zehe unter dem Messer aus der Schale drücken. Die Schale löst sich dabei von der Zehe und lässt sich mit einem Handgriff entfernen) also die Zehe ohne Schale auf dem Kochbrett mit der flachen Seite des Kochmessers und etwas Salz unter Druck kreisend fein reiben. Aber da ja nichts alternativlos ist: Es geht auch mit einer Gabel. Dabei den Knoblauch auch wieder mit Salz unter den Zinken der Gabel so lange zerdrücken bis ein feuchter Brei entsteht.

 


So werden Entenkeulen schön knusprig

Schön ist in der Küche ja ein gern gebrauchtes Wort: schön saftig, schön süß, schön lecker, usw. Passt aber nicht wirklich in allen Fällen. Außer bei knusprigen Entenkeulen, da gehört ein "schön" hin. Denn sie sehen schön knusprig gebraten wirklich schön aus. Kleiner Trick, um das zu erreichen: Beim Anbraten immer schön fleißig das ausgetretene Fett abgießen. Und schön, pardon, schon klappt's mit der schönen, knusprigen Kruste.

 


Sahne schlagen mit dem Schneebesen

Jetzt wo der Winter fast vorbei ist, hoffentlich, denkt man bei "Schneebesen" wieder weniger an den Gehweg sondern an die Küche. Und da gibt es Leute, die den Schneebesen zum Sahne schlagen nehmen und nicht das elektrische Rührgerät. Da ist was dran. Die Sahne entwickelt ein anderes Volumen, weil sie lockerer werden kann, ohne an Festigkeit zu verlieren. Und manche sagen sogar, sie schmeckt dann auch besser. Der Versuch lohnt sich, ist aber etwas anstrengender.

 


Der Trick gegen das lästige Überkochen von Kartoffeln:

Wenn Kartoffeln überkochen, haben sie die unangenehme Eigenschaft, auf dem Kochfeld, wer kocht heute schon noch auf dem Lagerfeuer, eine graue Schicht zu hinterlassen. Sie brennt sich ein und muss hinterher mühsam wieder entfernt werden. Ein kleines Stück Butter im Kochwasser löst das Problem. Merkwürdig aber effektiv.

 


Warum man Nudelwasser nicht komplett weggießen sollte:

Die Spaghetti sind fertig. Also ein Sieb in der Abfluss stellen und die Nudeln samt Kochwasser hineinschütten. Weg ist das stärkehaltige Nudelwasser. Schade, es emphiehlt sich nämlich, eine Tasse oder bei kleinen Mengen etwas weniger, aufzufangen. Mit einem Spitzsieb geht das prima. Dieses Nudelwasser gibt man mit den Nudeln wieder zurück in der Topf und schwenkt alles zusamm mit einem Stück Butter noch mal durch. Die Nudeln nehmen das Wasser auf und werden durch die Stärke leicht sämig. Gut für die Sauce, oder was immer jetzt noch zu den Nudeln kommt.

 


Schimmelig! Wegwerfen oder nicht?

Das kommt ganz auf das Lebensmittel an. Brot sollte man auf jeden Fall bei den ersten Schimmelstellen komplett entsorgen, weil das Risiko, dass sich Pilzgifte gebildet haben, groß ist. Milch und Milchprodukte ebenfalls komplett weggießen. Fruchtsäfte zeigen keinen pelzigen weißen Schimmel, sondern bilden bei Schimmelbefall deutlich sichtbare Schlieren. Auch da gibt's nur eins, weg damit. Das gleiche gilt für Obst, Gemüse und Getreideprodukte. Kohl kann großzügig mit dem Küchenmesser vom Schimmel befreit werden. Bei Käse lässt sich bei den echten Hartkäsesorten der Schimmel abschneidenm, Weich- und Frischkäse sollten entsorgt werden. Eine hellgraue Verfärbung von Schkolade ist wiederum nur ein Zeichen von ausgeflockter Kakaobutter, unansehnlich aber nicht gesundheitsgefährdend. Fazit: Lieber einmal zu viel wegwerfen, als ein Gesundheitsrisiko eingehen. Das Beste ist natürlich, die Lebensmittel rechtszeitig verwenden, sprich essen und trinken.

 


Gleichmäßige Kruste auf die Creme Brulée zaubern

Kann ja mal passieren. Die Creme ist super geworden. Jetzt muss nur noch die gebrannte Zuckerkruste drauf. Also den Brenner anwerfen und mit der Flamme den Zucker karamelisieren. Was man auch tut, immer wieder bleiben dicke Zuckertropfen übrig oder große Kristalle sichtbar, die einfach nicht schön gleichmäßig bräunen wollen. Auch hier ist der Trick wieder mal ganz einfach. Weniger Zucker auftragen und den vor allem gleichmäßig in einer sehr dünnen Schicht verteilen. Dann kommt die Hitze der Brennerflamme gut über all hin und die Kruste wird gleichmäßig braun.

 


Suppe aus der Kanne servieren

Hört sich etwas merkwürdig an, ist aber ganz einfach. Sie haben Gäste, der Tisch ist wunderschön gedeckt und jetzt geht es ans Servieren. Wie kommt die Suppe aus dem Topf in die Teller, ohne Tropf-Flecken auf dem Tellerand zu hinterlassen? Das ist die große Frage, und hier kommt schon die Antwort. Einfach die Suppe aus dem Topf in eine vorgewärmte Kanne füllen und daraus auf die Teller gießen. Am besten eignen sich hierfür Schnabel-Kannen im Stil der traditionellen Kaffekanne. Hauptsache der Ausguss ist so konstruiert, dass sich gut daraus gießen lässt. Vor dem ersten Teller mal kurz mit Wasser ausprobieren, kann nicht schaden.

 


Hülsenfrüchte nach dem Blindbacken zur Suppe verwenden?

Ganz Sparsame kommen schon mal auf die Idee, die Hülsenfrüchte nach dem Blindbacken noch mal zu verwenden für eine vermeintlich leckere Erbesensuppe z. B. Bitte nicht! Man kann sie nur abkühlen lassen, in ein trockenes und sauberes Gefäß tun und beim nächsten Mal wieder zum Blindbacken verwenden

 


Knoblauch mit Salz zerdrücken statt hacken

Gerade die kleinen Knoblauchzehen lassen sich oft schlecht hacken. Also wie üblich die ganze Zehe erst von der Schale befreien. Sie dazu unter die flache Seite des Kochmesser legen, von oben mit dem Handballen fest andrücken und dann die Schale abziehen. Etwas Salz zu der angequetschten Knoblauchzehe geben und sie mit der Gabel zu einem Brei zerdrücken. Der kann dann beliebig weiter verwendet werden.

 


So lassen sich heiße Pellkartoffeln besser pellen:

Wer kennt das nicht, aua sind die Pellkartoffeln wieder heiß. Man fühlt sich wie die Katze auf dem heißen Blechdach. Deshalb heute mal ein kleiner Tipp: Die gekochten Kartoffen abschütten und einfach mit kaltem Wasser übergießen, einen Moment stehen lassen, abgießen und erst dann pellen. Die Schale lässt sich jetzt prima abziehen. Es geht schneller und die Finger freuen sich.

 


Das Teppichmesser und der Schweinebraten? Aber sicher!

Man kann ja heute selbstverständlich zu Fisch auch Rotwein trinken. Prost. Aber was hat das Teppichmesser aus der Werkzeugkiste mit dem Schweinebraten vor? Ganz einfach: es rückt ihm kräftig auf die Pelle bzw. Schwarte. In jedem Rezept steht schließlich irgend etwas wie: man schneide die Schwarte rautenförmig ein. Das ist auch nötig, um eine schöne resche Kruste zu bekommen. Fragt sich nur, wie tief darf man schneiden, ohne das eigentliche Fleisch zu verletzen, was wiederum dazu führt, das der Braten Saft verliert. Und da zeigt sich das Teppichmesser von seiner besten Seite. Die Klinge läßt sich nämlich in der Länge sehr genau auf die Dicke der Schwarte einstellen, sprich heraus schieben. So wird wirklich nur die Schwarte gerillt und nicht das Fleisch darunter. Dem Teppichmesser sei Dank.

 


Bulletten mit dem Fleischthermometer braten.

Die Rollläden gehen automatisch runter und wieder rauf, meistens jedenfalls, der Herd wird von unterwegs mit dem Handy angeschaltet, und auf dem Rückweg vom Skiurlaub wird die Heizung zu Hause noch von der Autobahn aus auf 21 Grad eingestellt. Aber wie kuckt man in eine brutzelnde Bulette rein, um festzustellen, ob sie schon durch ist, oder doch noch etwas Zeit braucht. Überhaupt nicht, das macht man nämlich mit einem, natürlich digitalem, Fleischthermometer. Den Fühler in die Mitte der Bulette stecken und die Zeit ablesen. Schweinefleisch braucht gut 80 Grad, nicht mehr als 85. Heißer Tipp, oder?

 


Zitrone gegen Rote-Bete-Saft auf dem Schneidebrett

Damit ist schon alles gesagt. Zitrone hilft nicht nur gegen Skorbut im Körper oder Zwiebelgeruch an den Händen. Nein, mit der Hälfte einer ausgedrückten Zitrone lässt sich auch ohne Schrubber und Chemie durch kurzes Abreiben der rote Saft vom Holzbrett entfernen.

 


Schalotten lieber aus der Schale drücken als umständlich schälen

Alles, was Sie dazu brauchen ist kochend heißes Wasser. Und Schalotten natürlich. Letztere kurz, in Zahlen 20 Sekunden, in das heiße Wasser legen, herausnehmen und zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten oder linken Hand zur Spitze hin aus der Schale herausdrücken.

 


Milch mit dem Schneebesen aufschäumen

Wenn der Milchschäumer an der italienischen Designer-Espressomaschine mal bella Italia Urlaub macht, kann man die Milch auch ohne ihn ganz gut aufschäumen. Die lauwarme (wichtig!) Milch in eine Schüssel gießen und dann mit dem Schneebesen kräftig aufschlagen, so als wollten Sie eine Zabaione machen. Funktioniert. Geht übrigens auch mit kalter Sahne, die man nur leicht aufschlagen will, für Saucen zum Beispiel. Ist quasi Old School, mal so rein methodisch gesehen.

 


Fischbrühe klar kochen

Klar, Fischsuppe kann jeder. Aber Hand aufs Herz: wird sie wirklich immer so richtig klar, wie sie sein sollte? Es ist eine Frage der Temperatur. Die Fischabschnitte, Gräten und Köpfe (ohne Kiemen) sollte man zu Beginn kräftig aufkochen, und anschließend nur noch leise köcheln lassen. Zwanzig Minuten reichen. Wichtig ist dabei, die aufsteigenden Trübstoffe und den Schaum mit einer flachen Kelle sorgfältig abzuschöpfen. Durchgesiebt wird das ganze zum Schluss ja sowieso.

 


Möhrensuppe liebt Möhrensaft

Klingt ja eigentlich ganz logisch. Aber die wenigsten haben es schon mal ausprobiert. Man nimmt für die Möhrensuppe statt der üblichen Gemüse-Brühe gleich den Möhrensaft und kocht darin die Möhren und was sonst noch alles hingehört. Die geschmackliche Wirkung ist mehr als überzeugend, einfach super lecker.

 


Haselnüssen einfrieren, damit sie nicht ranzig werden

Das Müsli ist fertig, der Kuchen kommt duftend aus dem Ofen. Alles prima, und was wird aus den übrig gebliebenen Haselnüssen? Das letzte Mal sind sie leider ganz schön ranzig geworden. Schade, war dann eher unschön. Also? Einfach mitsamt der geöffneten Tüte einfrieren. Geht natürlich auch mit anderen oft sehr teuren Nüssen.

 


Blasse Hühnerbrühe bekommt appetitliche Farbe

… wenn man einfach ein paar braune Zwiebelschalen mit kocht. Und wieder mal zeigt sich die einfachsten Tricks sind oft die besten.

 


Eierschale-Stückchen aus der Schüssel angeln

So schnell kann’s gehen, man schlägt das Ei am Schüsselrand auf und lässt den Inhalt der Schale in die Schüssel gleiten. Und dann passiert’s. Zwei, drei kleine Stückchen der Schale brechen ab und rutschen mit in die rohe Eimasse. Mit den Finger lassen sie nicht greifen, der Teelöffel hilft auch nicht weiter. Die kleinen Biester rutschen einfach immer wieder zurück. Das hilft nur eins: Man nimmt eine der halben Eierschalen und angelt damit nach den Schalen-Stückchen. Und auf einmal ist es ganz leicht. Wie magnetisch angezogen lassen sich die Störer aus der Masse ziehen und das Omelette ist gerettet. Warum weiß kein Mensch. Magnetismus ist es sicher nicht, vielleicht ein Wunder der Natur?

 


Wenn ein ganzes Huhn zu viel ist für zwei Personen…

Dann tun es auch zwei Stubenküken. Sie sind sogar schneller gar zart sowieso und mindestens genau so lecker. Geht bei fast allen Gerichten, außer, es soll eine gute Hühnersuppe werden.

 


Polenta und Wasser richtig dosieren

Zugegeben, es braucht ein bisschen Übung ist im Grunde aber ganz einfach. Pro Person zwei Tassen Wasser aufkochen, salzen und die Polenta langsam einrieseln lassen, dabei gleichzeitig mit dem Schneebesen immer schön rühren. Wenn die Masse beginnt anzudicken, keine Polenta mehr zugeben. Kurz auf kleiner Flamme weiter kochen lassen, weiter rühren und die Dicklichkeit der Masse dabei prüfen. Sie sollte sich noch gut rühren lassen und vor allem nicht am Boden ansetzen. Wird sie zu fest, etwas warmes Wasser einrühren und dann mit geschlossenem Deckel auf kleinster Stufe gar quellen lassen. Gelegentliches umrühren verhindert das Ansetzen auf dem Topfboden. Mit dem Löffel die Garprobe machen und die Polenta entweder gleich servieren oder zum Abkühlen ca. 1-2 cm hoch auf einem Holzbrett glatt streichen.

 


Schmorgurken mit bitterem Geschmack?

Das kommt gar nicht gut. Gurke schälen und an einem Ende eine dünne Scheibe abschneiden und probieren. Ist sie bitter, noch eine Scheibe und so weiter bis in den bitterfreien Bereich. Der beginnt meist schon nach zwei bis drei Zentimetern. Jetzt das Gleiche von der anderen Seite. Und dann ist Schluss mit bitter.

 


Teeränder in der Tasse?

Schon Oma kannte den Trick mit der Essigessenz: Ein paar Tropfen Essigessenz auf den feuchten Schwamm geben und die Tasse damit ausreiben, gründlich warm nachspülen, abtrocknen, fertig.

 


Wie Böhnchen keine Tönchen mehr machen

Kräuter schaffen Abhilfe. Allen voran Bohnenkraut und Kümmel. Aber auchRosmarin und Thymian. Im Kochwasser und am besten noch mit auf dem Teller unter die Bohnen gemischt fördern sie die blähungsfreie Verdauung.

 


Erste Hilfe bei Käsegeruch im Kühlschrank

Mal schnell was aus dem Kühlschrank nehmen? Also Türe auf und pfui kommt einem der Käsegeruch von gestern entgegen, obwohl der Käse längst gegessen ist. Erste Hilfe bringen ein paar Apfel-Stücke oder -Schalen, die man einfach so in den Kühlschrank legt. Und der Geruch verduftet binnen kurzer Zeit.

 


Junge Möhren und Kartoffeln nicht unbedingt schälen

Besonders junge neue Kartoffeln müssen nicht geschält werden. Man kann sie einfach mit der im 90 Grad Winkel aufgesetzten Schneide des (scharfen!) Küchenmessers unter leicht fließendem Wasser abschrubben. Ähnlich funktioniert es auch bei jungen Bundmöhren. Man wirft weniger Schalen weg und hat mehr Gemüse im Topf.

 


Buletten ohne harte schwarze Kruste?

Ja das geht, ist sogar recht einfach. Die Buletten werden nur kurz in der Pfanne angebraten von beiden Seiten und dann im Ofen fertig gegart. Die Garzeit richtet sich dabei natürlich nach Dicke und Größe der Buletten. Angenehmer Nebeneffekt: weniger Fettspritzer auf dem Herd.

 


Zwiebelschälen leicht gemacht

Eine Zwiebel schälen geht ja noch, aber ein ganzes Pfund, das kann eine tränenreiche Angelegenheit werden. Hier empfiehlt es sich, die Zwiebel vorher kurz in heißes Wasser zu legen, dann geht die Schale leichter ab und die Schärfe ist nicht mehr so beißend. Rohe Zwiebeln im Salat sind übrigens weniger scharf, wenn man sie nach dem Scheiden kurz mit kochendem Wassre übergießt.

 


Fleisch vom Vortag richtig aufwärmen

Auf keinen Fall sollte man Fleisch vom Vortag in der Pfanne trocken aufwärmen, dann wird es nämlich trocken. Am besten geht es im Bräter mit etwas Wasser. So bleibt das Fleisch saftig, weil es keine eigene Flüssigkeit abgibt.

 


Angebrannte Milch bequem vom Topfboden lösen

Ein alter Oma-Trick: Etwas Waschpulver auf den Topfboden geben, eine Tasse Wasser aufgießen und aufkochen, funktioniert.

 


Pesto im Mixer machen, aber das Oliven-Öl hinterher von Hand einrühren

Der erste Teil des Pesto mit allem außer dem Öl lässt sich prima im Mixer, Blitzhacker uws. machen. Das Öl sollte man aber erst zum Schluss von Hand einrühren. Erstens lässt es sich so genauer dosieren und zweitens neigt gerade Olivenöl dazu, im Mixer bitter zu werden.

 


Nie mehr Eiskristalle unter dem Deckel von angebrochenen Eispackungen

Eiskristalle inne auf der Unterseite des Packungsdeckels sind unschön und wenn sie auftauen läuft das Wasser zurück ins Eis. Also einfach eine Klarsichtfolie auf das angebrochene Eis legen Deckel drauf und fertig, nie mehr Eiskristalle unter dem Deckel, weil die Feuchtigkeit im Eis bleibt.

 


Schneidebretter mit Fischresten immer nur kalt abspülen

Das Eiweiß im Fisch stockt, sobald es mit heißem Wasser in Berührung kommt und verbindet sich mit dem Brett wie Klebstoff. Also immer kaltes Wasser und etwas Spülmittel zum abspülen nehmen. Das entfernt Fisch und Fischgeruch dauerhaft.

 


Steaks nicht eiskalt anbraten

Fleisch vor dem anbraten immer ca. eine halbe Stunde außerhalb des Kühlschranks bei Zimmertemperatur liegen lassen. Dann wird das Fleisch zarter und die Garzeiten lassen sich genauer einhalten.

 


Wie man verhindert, dass das Öl in der Pfanne anfängt zu brennen

Eigentlich sollte es nur ein Spiegelei werden. Die Pfanne steht auf dem Herd, das Öl kommt rein, Stufe 8 wird eingestellt, und dann klingelt das Telefon. Man kommt ins Plaudern und wird plötzlich von beißendem Rauch aus der Küche aufgeschreckt. Hohe Flammen schlagen aus der überhitzten Pfanne. Das lässt sich ganz einfach vermeiden, wenn man ein feste Reihenfolge einhält: Pfanne aufsetzen, heiß werden lassen, Öl in die heiße Pfanne gießen (es sollte nicht so heiß werden, dass es qualmt aber für Steaks heißer als für Spiegeleier), Bratgut zu geben und unter Aufsicht fertig garen. Wenn doch mal ein Unglück passiert, auf keinen Fall mit Wasser löschen, sondern die Pfanne mit einem trockenen Tuch anfassen und in die Spüle stellen, in der Regel reicht die kurze Abkühlung schon, um die Flammen zu löschen.

 


Heiße Bleche und Griffe nur mit trocknen Tüchern anfassen

Der Kuchen ist fertig, schnell ein Tuch gegriffen, das Blech aus dem Ofen gezogen. Und Aua..! Das Tuch war noch feucht vom letzten Abtrocknen. Und leitet deshalb die Hitze vom Blech direkt an die Hand weiter. Kann passieren, muss aber nicht, wenn man immer mit trockenen Tüchern hantiert.

 


Gusseiserne Pfannen vor dem ersten Gebrauch mit Salz einbrennen

Die Freunde von Bratkartoffeln und Steaks wissen gusseiserne Pfanne zu schätzen. Sie sind zwar teuer, aber eine Anschaffung fürs Leben. Vor dem ersten Gebrauch verlangt das Material allerdings eine gewisse Pflege. Also warm spülen mit Wasser und etwas Spülmittel. Sorgfältig abtrocknen. Auf den Herd stellen und den Boden mit Salz bedecken. Stark erhitzen bis das Salz anfängt dunkel zu werden. Ab und zu umrühren dabei. Nach etwa zehn Minuten die Pfanne von Herd nehmen. Das jetzt sehr heiße Salz zum Abkühlen am besten in eine Metallschüssel füllen, dann entsorgen. Die Pfanne ebenfalls auskühlen lassen. Mit Küchenpapier ausreiben und säubern. Etwas Öl eingießen und mit Küchenpapier locker in der noch warmen Pfanne verreiben. Es sollte hinterher nur noch ein hauchdünner Ölfilm die Innenseite der Pfanne bedecken. Das war‘s schon. Ab dann reicht es, nach jedem Gebrauch die Pfanne nur noch heiß zu spülen, ohne Spülmittel.

 


Fisch und Fleisch auspacken und abtrocknen

Gerade wer auf Wochenmärkten einkauft, kennt das Problem. Der Händler wickelt die Koteletts oder die Dorade in Papier ein und reicht sie über die Theke. Zu Hause angekommen, wird alles schnell im Kühlschrank verstaut. Es soll ja frisch bleiben. Und dann die Überraschung. Die Zubereitung war wie immer, aber irgendwie war da so ein leicht muffiger Unterton im Geschmack, eine leichte Note von Packpapier. Da hilft nur eins. Fleisch und Fisch nach dem Einkauf zu Hause sofort auspacken, bevor die Ware in den Kühlschrank kommt. Abwaschen ist nicht nötig, aber abtrocken muss sein. Am besten mit Küchenpapier, das nicht fuselt, damit keine Papierreste an der Ware bleiben. Dann in ein verschließbares Gefäß legen, Deckel drauf und ab in die Kühlung.

 


Nudelwasser macht die Sauce sämig

Es gibt viele Arten Saucen zu Nudeln zu binden oder sämig zu machen. Die meisten sind ausgesprochen kalorienhaltig, Butter, Sahne, Eier und so weiter. Wer es leichter möchte, hebt einfach beim Abgießen der Nudeln je nach Menge eine halbe oder ganze Tasse von dem Kochwasser auf und gibt die Flüssigkeit zusammen mit den Nudeln wieder in den Topf zurück. Auf kleiner Flamme dann die Nudeln mit dem Holzlöffel darin bewegen bis sie das Wasser mehr oder weniger wieder aufgenommen haben. Mit etwa Übung findet man leicht genau den richtigen Zeitpunkt. Nun die Sauce dazu, oder die Kräuter und den Knoblauch und vermischen. Die Stärke im Nudelwasser zeigt Wirkung, es entsteht eine schöne sämige Sauce. Bei extrem dünnen Spaghetti übrigens ist das die einzige Methode das Aneinanderkleben zu verhindern.

 


Wie Speck und Zwiebeln bei den Bratkartoffeln nicht schwarz werden

Der Trick ist ebenso einfach wie wirkungsvoll. Man brät alles drei nicht zusammen gleich lang in derselben Pfanne. Speck und Zwiebeln sind nämlich sehr viel schneller fertig als die Bratkartoffeln, vor allem, wenn diese aus rohen Kartoffeln gemacht werden. Also erst die Kartoffeln braten, wenn die fast fertig sind, in einer zweiten Pfanne den Speck auslassen und die Zwiebeln darin anbräunen und zum Schluss erst zu den Bratkartoffeln in der anderen Pfanne geben, gut durchmischen und noch kurz auf ganz kleiner Flamme mitbraten lassen.


Einige wichtige Grundregeln für die Aufbewahrung von Lebensmitteln:

Reis, Nudeln, Kartoffeln, Zwiebeln, Nüsse, Müsli, Mehl, Pflanzenöl:

Kühl und dunkel

Salat, Obst und Gemüse:

In der Regel im Kühlschrank im Gemüsefach bzw. ganz unten.

Äpfel und Tomaten:

Nicht im Kühlschrank und vor allem getrennt vom übrigen Gemüse, da sie Ethylen ausscheiden, das andere Sorten schneller altern lässt.

Brot:

In einer Brotkiste aus Holz, die trocken und luftdurchlässig ist, damit es atmen kann und Schimmelbildung verhindert wird.

Konserven:

Kühl und trocken, Reste von angefangenen Konserven in ein verschließbares Gefäß füllen, in den Kühlschrank stellen und spätestens innerhalb von zwei bis drei Tagen aufbrauchen

Eier:

Grundsätzlich im Kühlschrank an nicht zu kalter Stelle. Auf das Datum achten.

Käse, Butter, Milch:

Käse am Stück: im Kühlschrank, dabei in dem Papier des Händlers lassen oder in eine verschließbare Box legen. Butter ebenso oder auspacken und gleich in die Butterdose legen. Milch immer wieder verschließen so gut es geht und unbedingt das Verfallsdatum beachten. Angefangene Milch so bald wie möglich verbrauchen.

Fleisch und Wurst:

Grundsätzlich im Kühlschrank. Nicht in offenen Plastikfolien lassen, frisches Fleisch aus der Verpackung nehmen, abtrocknen und in ein verschließbares Behältnis legen. Zeitnah verzehren

Fisch:

Grundsätzlich im Kühlschrank. Nicht in offenen Plastikfolien lassen, frischen Fisch aus der Verpackung nehmen, abtrocknen und in ein verschließbares Behältnis legen. Am besten noch am gleichen Tag verzehren.

 


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