Die Muskatnuss: Feine Dosierung, große Wirkung!

Die Muskatnuss: Feine Dosierung, große Wirkung!

Nur wenige Gewürze haben eine so bewegte Geschichte wie die Muskatnuss. Bei uns taucht sie erst vor ca. 500 Jahren auf. Dann aber gleich in herausragender Position. Und zwar nicht nur in den Küchen der frühen Neuzeit sondern viel mehr als Statussymbol in kleinen Seidentäschchen, das die Creme de la Creme damals mit sich herumtrug.

Die großen Entdecker Kolumbus und Kollegen haben auch hier wieder den entscheidenden Beitrag zu ihrer Verbreitung geleistet. Wobei der Name übrigens eine Ableitung aus dem Lateinischen ist: noces moschatae, was so viel bedeutet wie nach Moschus riechend. In der Tat war die Muskatnuss vor allem wegen ihres Duftes berühmt und berüchtigt als Aphrodisiakum. Kein Wunder also, dass alles, was Rang und Namen hatte, hinter ihr her war. Und das hieß in diesen Jahrhunderten ganz einfach Krieg um die kleinen Inseln im indischen und pazifischen Ozean, wo sie entdeckt worden war.

Muskatnuss kommt inzwischen aber in ausschließlich friedlicher Absicht in der Küche vor. Am besten frisch gerieben und in sehr vorsichtiger Dosierung. Botanisch ist sie übrigens keine Nuss sondern der Kern einer dem Pfirsich ähnlichen Frucht des Muskatnuss-Baumes. Man gibt sie erst spät in die betreffende Speise, damit das enthaltene Öl nicht verkocht und seine Wirkung verliert. Sehr gut passt sie zu Blumenkohl, Rosenkohl, auch Kartoffelpüree oder nur kurz gegartem Spinat.

 

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