Espresso oder Kaffee, was ist der Unterschied

Espresso oder Kaffee, was ist der UnterschiedDer erste sichtbare Unterschied ist die Tasse, aus der man trinkt. Espressotassen sind klein und dickwandig. Kaffeetassen sind groß und aus dünnem Porzellan. Es sei denn, man ist in Frankreich und trinkt seinen Milch-Kaffee aus einem großen Bol. Die französische Variante der Kaffeetasse ist nämlich größer als eine übliche Tasse, ziemlich dickwandig und ohne Henkel. Aber lassen wir mal die Form, kommen wir zum Inhalt, dem Kaffee.

Probiert man beide nebeneinander, schmeckt man deutlich den Unterschied. Der Espresso ist kräftiger und hat eine schaumige, obere Schicht, die Crema. Diese Cream entsteht durch den hohen Druck in der Espressomaschine, den eine Filtertüte eben nicht aufbauen kann.

Beide Kaffeesorten haben eins gemeinsam. Sie werde bekanntlich aus Bohnen gemacht. Die wiederum wachsen an Sträuchern. Und davon gibt es weltweit in den subtropische Regionen jede Menge unterschiedliche Arten. Das würde im Einzelnen hier aber zu weit führen.

Der Bohne ist es im Prinzip sowieso egal, ob sie zur Espressobohne oder zur Kaffeebohne wird. Das interessiert sie nicht die Bohne, haha.

Entscheidend für den Unterscheid ist vor allem die Röstung. Die geschieht in Trommeln unter großer Hitze. Kaffeebohne werden etwa 13 Minuten geröstet, aber die Bohnen für den späteren Espresso benötigen bis zu 20 Minuten. Den Unterschied kann man schon mit bloßem Auge erkennen. Geröstete Kaffeebohnen sind hell bis mittelbraun und haben eine matte Oberfläche. Die Espressobohnen sind nach der Röstung dunkler und haben einen leichten Glanz, der durch die austretenden Öle entsteht. Durch die längere Röstzeit werden auch die in den Rohbohnen enthaltenen Säuren vermehrt abgebaut. Das macht den Espresso bekömmlicher.

Ähnlich verhält es sich mit dem Koffein. Die Bohnen für eine Tasse Espresso enthalten bedingt durch die längere Röstung der Bohnen weniger Koffein als die Bohnen für eine Tasse Kaffee. Gleichzeitig ist auf Grund der anderen Zubereitung der Koffeingehalt im Espresso in höherer Konzentration. Das müsste die Koffeinmenge wieder ausgleichen. Da die Espressotasse aber wesentlich kleiner ist, nimmt man mit einer kleinen Tasse Espresso weniger Koffein zu sich als mit einer großen Tasse Kaffee.

Die Zubereitung sorgt nun endlich für den entscheidenden Unterschied. Drei Faktoren spielen dabei ein Rolle: Mahlgrad, Druck und Temperatur. Bedingt durch den kürzeren Brühvorgang braucht Espresso einen feineren Mahlgrad. Das Espressopulver wird gepresst in dem Sieb bevor es in Berührung mit dem Wasser kommt. Das Wasser braucht mindesten eine Druck von 9 bar und eine Temperatur zwischen 88 und maximal 94 Grad Celsius. Filterkaffe braucht etwas mehr Temperatur, bis 96 Grad, aber keinen Druck, da das Wasser quasi freiwillig durch den Filter läuft. Dementsprechend ist auch die Brühzeit selbst. Espresso ist in gut 20 Sekunden fertig. Deshalb heißt er auch Espresso, im Sinne von schnell. Filterkaffee hingegen kann schon ein paar Minuten dauern. Zum Schluss deshalb noch mal zu den Inhaltsstoffen. Bei der Espresso-Zubereitung werden ca. 24% von ihnen bei Brühvorgang extrahiert, beim Filter-Kaffee liegt die Zahl mit 17% deutlich niedriger.

 

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